Overland · Land Rover
Land Rover Defender Works V8: 405 PS für den klassischen 90 und 110
Die Classic-Abteilung von Defender bietet Besitzern des Defender der Baujahre 2007 bis 2016 ab Werk eine Reihe von Upgrades an, gekrönt vom Umbau auf den 5,0-Liter-V8 von Land Rover.

Der klassische Defender lädt seit jeher zum Verbessern ein, und seine Besitzer waren sich selten einig, wie man es anstellt. Jetzt liefern diejenigen, die ihn gebaut haben, ihre eigene Antwort. Am 23. September 2026 hat die Classic-Abteilung von Defender, die Klassik-Spezialisten der Land Rover Familie, ein Upgrade-Programm für den Defender 90 und 110 der Baujahre 2007 bis 2016 vorgestellt, die Generation L316. An der Spitze steht der Defender Works V8 Umbau.
Ein V8, wo früher der Diesel saß
Den Umbau gibt es ausschließlich für Defender 90 und 110 der Baujahre 2012 bis 2016. Eingebaut wird der frei saugende 5,0-Liter-Benzin-V8 von Land Rover mit 405 PS und 515 Nm, kombiniert mit einer Achtgang-Automatik von ZF. Der Motor ist nur ein Teil der Arbeit. Ein umgebauter Defender bekommt außerdem ein neues Fahrgestell, verstärkte Bilstein-Dämpfer, Eibach-Schraubenfedern, neue Stabilisatoren, Lenker und Buchsen sowie eine Alcon-Bremsanlage mit Vierkolben-Bremssätteln vorn und hinten und größeren Scheiben, vorn 335 mm und innenbelüftet, hinten 300 mm.
Mitteltunnel und Wählhebel wurden für die Automatik neu gestaltet, weitere Teile von Innenraum und Mechanik überarbeitet, und jeder Umbau trägt ein exklusives Works-V8-Emblem. Serienmäßig rollt er auf 16-Zoll-Stahlfelgen, 18-Zoll-Leichtmetallräder gibt es gegen Aufpreis, dazu Originalzubehör zum Individualisieren.
Die Upgrades unterhalb des V8
Nicht jeder Besitzer will acht Zylinder, und darauf ist das Programm ausgelegt. Die Pakete passen auf Defender L316 90 und 110 der Baujahre 2007 bis 2016 mit Puma-Dieselmotor und decken drei Bereiche ab. Optik: 16-Zoll-Stahlfelgen und 18-Zoll-Leichtmetallräder, glanzgedreht oder lackiert. Bremsen: dieselben Alcon-Vierkolbensättel mit 335 mm großen, innenbelüfteten Scheiben vorn und 300-mm-Scheiben hinten wie beim V8. Fahrwerk: Bilstein-Dämpfer, Eibach-Schraubenfedern, Stabilisatoren, Lenker und Buchsen.
Wie die Teile ans Fahrzeug kommen, entscheiden die Besitzer. Optik- und Fahrwerkspakete lassen sich über die Website von Land Rover Classic Parts kaufen und selbst montieren oder bei einem autorisierten Händler vor Ort bestellen, der sie einbaut. Jedes Paket, auch das Fahrwerks-Upgrade, können zudem die Spezialisten in den Classic-Works-Betrieben von Defender in Großbritannien und Deutschland einbauen.
Dominic Elms, Director von JLR Classic, stellt die Besitzer vor die Technik. Ob ein Defender Familienbegleiter, Arbeitstier oder Sammlerstück ist, „jeder Defender hat seine eigene Geschichte“, sagt er, und jeder brauche spezialisierte, individuelle Pflege. Der V8 und die Upgrade-Pakete sollen für jeden etwas bieten, vom besseren Alltagsnutzen bis zur Auffrischung eines lieb gewonnenen Familienfahrzeugs.
Was noch offen ist
Preise sind nicht veröffentlicht. Die Verfügbarkeit hängt von Alter, Modell, Zustand und bisheriger Ausstattung des Fahrzeugs ab, angeboten werden die Pakete nur in ausgewählten Märkten. Ob ein Fahrzeug in Frage kommt, welche Ausstattung es am Ende bekommt, was es kostet und wann es fertig wird, steht erst fest, wenn die Klassik-Spezialisten von Defender oder ein Händler vor Ort es begutachtet haben. Für Besitzer heißt das: Lassen Sie das Fahrzeug zuerst ansehen, bevor Sie eine Reise um das Upgrade herum planen.
Unsere Einordnung
Ein alter Defender braucht für eine lange Reise selten mehr Leistung. Er muss besser bremsen, lenken und federn, und genau dort setzen die Brems- und Fahrwerkspakete an. Für alle, die mit dem Wagen tatsächlich reisen, ist das die spannendere Hälfte dieser Ankündigung. Der V8 ist etwas anderes: ein vom Werk getragener Weg, aus einem späten L316 den schnellen, kultivierten Klassiker zu machen, den viele Besitzer bisher in Eigenregie bauen wollten. Welchen Weg Sie auch wählen, wiegen Sie das Fahrzeug nach dem Umbau neu, mit Rädern und Zubehör, und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Typenschild. Unser Nutzlastrechner übernimmt die Rechnung.


